Criss-Cross / ZEITGENÖSSISCHE Kunstausstellung in Zagreb
Roland Berger Strategy Consultants förderte eine Ausstellung im Museum für Zeitgenössische Kunst in Zagreb, eine der führenden Einrichtungen für aktuelle Kunstströmungen in der Region.
Das Museum wurde 1954 gegründet und baute seitdem eine reichhaltige Sammlung an Werken kroatischer sowie internationaler zeitgenössischer Kunst auf. Zu finden ist es unter der Adresse Katarinin trg 2 zwischen dem Kulmer Palast und der Oberstadt in Zagreb. Ein neuer Museumsbau in der Neustadt von Zagreb befindet sich seit 2003 in Planung. Mit dem Einzug in das neue Gebäude 2007 präsentiert das Museum seine ständige Sammlung der Öffentlichkeit dauerhaft.
Unter dem Titel "Criss-Cross – Five Positions in Croatian and German Contemporary Art" organisierte und konzipierte die Kuratorin Nada Beroš eine zeitgenössische Kunstausstellung mit elf international anerkannten Künstlerinnen und Künstlern aus Kroatien und Deutschland. Vertreten waren Lovro Artuković, Plamen Dejanoff, Nina Fischer & Maroan el Sani, Kristian Kožul, Kristina Leko, Marion Porten, Antje Schiffers, Julia Schmidt, Sonja Vuk und Slaven Tolj. Die Ausstellung stellte die Werke einander gegenüber und machte so Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den künstlerischen Positionen deutlich.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit Einleitungen und Essays von Professor Dr. h.c. Roland Berger (Gründer und Chairman von Roland Berger Strategy Consultants), Nada Beroš (Senior Curator, Museum für Zeitgenössische Kunst Zagreb), Boris Groys (Professor für Kunstwissenschaft, Philosophie und Medientheorie an der Staatlichen Kunsthochschule Karlsruhe) und Julia Schäfer (Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig).
Die Eröffnung der Ausstellung "Criss-Cross - Five positions in Croatian and German Contemporary Art" fand am 24. November 2005 in Zagreb im Museum für Zeitgenössische Kunst statt.
Zur Ausstellungskonzeption
Die Ausstellung Criss-Cross – Five Positions in Croatian and German Contemporary Art präsentiert elf kroatische und deutsche Künstler, die mit ähnlichen Themen, Strategien und Verhaltensmustern arbeiten. Ihre Werke spiegeln die Hauptprobleme der Kunst zu Beginn des 21. Jahrhunderts wider. Fünf sich ergänzende Paare beleuchten jeweils die Konzepte Ost/West, Zentrum/Peripherie, lokal/global, national/international, künstlerisch/nicht künstlerisch, hoch/niedrig, selbständig/abhängig. Diese Gegenüberstellung zeigt, dass lokale Dialekte nur eine zweitrangige Rolle spielen, wenn es darum geht, die internationale Sprache zeitgenössischer Kunst zu verstehen.
Alle fünf sich überschneidende Positionen beziehen sich auf die eine oder andere Weise auf Kunst: pseudowissenschaftlich (Kristina Leko, Antje Schiffers), meta-malerisch (Lovro Artuković , Julia Schmidt), sozialkritisch (Nina Fischer & Maroan el Sani, Slaven Tolj ), in Form von 'sozialer Plastik' (Plamen Dejanoff, Kristian Kožul) oder über das Thema der 'Geschlechterkonstruktionen' (Marion Porten, Sonja Vuk). Jede dieser fünf Positionen akzeptiert, dass es keine vorherrschende Kunstform gibt, dass dieser Thron seit Langem unbesetzt ist. Sie bewegen sich vielmehr am Rand und begnügen sich mit kleinen Veränderungen und Umwälzungen bestehender Darstellungsformen“. (Nada Beroš, Senior Curator, Museum für Zeitgenössische Kunst, Zagreb)
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