Roland Berger library

Die Bibliotheken in Dubrovnik sind eine feste Größe im kulturellen Leben der Mittelmeerstadt. Roland Berger Strategy Consultants half den Büchereien, ihren Buchbestand zur Kulturgeschichte Dalmatiens zu erweitern und eine Musikbibliothek auszubauen. Außerdem hat die internationale Strategieberatung einen Bibliotheksraum mit Standardwerken und aktueller Literatur zu Wirtschafts- und Managementthemen ausgestattet sowie mit Zeitungs- und Magazinabonnements ("Roland Berger Library"). Pro bono analysierten Berater von Roland Berger, wie die Bibliothek neue Leser und Sponsoren gewinnen kann. Hinzu kamen der Kauf hochwertiger Buchschränke, einer Klimaanlage sowie eines PC-Arbeitsplatzes mit Internetanschluss.

Die Eröffnung fand am Samstag, 15. Oktober 2005, in Dubrovnik statt, in Gegenwart von Goranka Horjan, stellvertretende kroatische Kulturministerin, Dubravka Šuica, Bürgermeisterin von Dubrovnik, Dr. Burkhard Schwenker, CEO von Roland Berger Strategy Consultants, Vertretern des Goethe-Instituts und zahlreichen Bürgern der Mittelmeerstadt. Am gleichen Tag begann zudem der "Monat des kroatischen Buchs". Dabei präsentierte die Stadtbücherei wertvolle Druckwerke aus der Frühzeit des Buchdrucks (Inkunabeln), die sonst verschlossen in den Magazinen lagern.

www.dkd.hr Eröffnung der Roland Berger Library (Photos)  

 

Geschichte der Bibliotheken in Dubrovnik

In Dubrovnik gibt es zwei Bibliotheken: die Städtische Bibliothek Grad (Narodna knjižnica Grad) und die Forschungsbibliothek (Znanstvena knjižnica). Die Stadtbibliothek umfasst mehrere Abteilungen sowie fünf Niederlassungen. Die Forschungsbibliothek besteht ebenfalls aus mehreren Abteilungen, die in der Sommerresidenz Skočibuha in Boninovo und im Caboga Palast in der Altstadt untergebracht sind.

Zum Ende der Republik Dubrovnik 1808 gab es über 30 Bibliotheken in der Stadt.
Der Bestand der heutigen Bibliotheken wurde jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts begründet. Damals vermachte der Dubrovniker Arzt Dr. Niko Lepeš der Stadt seine 12.000 Bücher und Dokumente umfassende private Bibliothek. In den 1930er Jahren spendete der aus Dubrovnik stammende Dekan Pater Antun Liepopili weitere 5.000 Bücher. Mehrere alteingesessene Familien der Stadt, wie die Ghetaldi, Giorgi, Svilokos und Pozze, folgten seinem Beispiel. 1936 konnten sie die städtischen Behörden davon überzeugen, der Gründung der Dubrovniker Bibliothek (Dubrovačka biblioteka) zuzustimmen. Im Jahre 1941 wurde die erste öffentliche Bibliothek der Stadt schließlich mit Hilfe der Dub Association eröffnet. Dr. Ivan Šubašić weihte die Dubrovniker Bibliothek am 2. Februar 1941, dem Fest der Darstellung des Herrn (Kandelora), im Rektorenpalast ein. Mit dabei war auch Kardinal Alojzije Stepinac, der selig gesprochene Erzbischof von Zagreb.

1944 wurde die Dubrovniker Bibliothek um die frühere Bibliothek des Jesuitenkollegs Collegium Ragusinum erweitert, und schließlich 1946 in Stadtbibliothek (Gradska biblioteka) umbenannt. Die steigende Zahl von Nutzern behinderte jedoch die wissenschaftliche Forschung. Daher unterteilte man die Sammlung in Forschung und Öffentlicher Bestand. In der Folge wurden die beiden Abteilungen an verschiedenen Orten untergebracht und als getrennte Institute geführt. Im Jahr 1975 entschieden die städtischen Behörden, die Städtische und die Wissenschaftliche Bibliothek wieder zu einer gemeinsamen Institution namens Dubrovniker Bibliotheken (Dubrovačke knjižnice) zusammen zu legen.

STÄDTISCHE BIBLIOTHEK GRAD

Die Städtische Bibliothek Grad in Dubrovnik stellt das Zentrum für Kultur, Bildung und Information für die gesamte Region einschließlich des Dubrovačko-neretvanska Bezirks (Bezirk von Dubrovnik und der Region am Neretva Fluss) dar. Das Angebot der Stadtbibliothek Grad umfasst:

  • Allgemeiner Bestand
  • Abteilung für Kinder und Jugendliche
  • Leseraum
  • Lokale Sammlung
  • Leseraum mit Tageszeitungen
  • Elektronische Anschaffungs- und Bestandsverwaltung
  • Informationsservice mit Zugang zu allen vorhandenen Datenbanken, darunter bald auch Musik

Die Anzahl der Abteilungen und Leistungen entspricht dem Standard staatlicher Bibliotheken in der Republik Kroatien. In der Stadtbibliothek Grad finden zahllose Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen zur Förderung des Lesens für Erwachsene und Kinder statt.

FORSCHUNGSBIBLIOTHEK

Die Forschungsbibliothek umfasst folgende Sammlungen:

  • Spezialsammlungen (Manuskripte, Korrespondenzen, Inkunabeln, alte und seltene Bücher)
  • Lokale Sammlung Ragusina
  • Juristische Sammlung
  • Allgemeiner Bestand
  • Periodika
  • Lesesaal mit Nachschlagewerken
  • Buchbinderei
  • Multimedia-Sammlung (AV-Medien etc.)
  • Büro (CIP = catalogisation in publication)

Zu den wichtigsten Beständen der Forschungsbibliothek zählen seltene Bücher, Inkunabeln, Manuskripte, Briefwechsel und die lokale Ragusina Sammlung. Diese Sammlungen werden in einem barocken Palast aufbewahrt, der früher der Aristokratenfamilie Caboga aus Dubrovnik gehörte.

Weitere Bestände (nahezu 400.000 Bücher, Zeitschriften, audiovisuelle Medien, Ephemera und Landkarten) werden in der Sommerresidenz von Skočibuha in Boninovo außerhalb der Stadtmauern aufbewahrt. Die Skočibuha Sommerresidenz (bestehend aus Palast, Kapelle, Herrenhaus und Garten) wurde Anfang des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil erbaut. Das Gebäude wurde durch ein Erdbeben 1979 sowie während des Krieges 1992 stark beschädigt.

 

 

 

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